Das Leuchten der Postlerin.

Ich möchte meine Weihnachtsbriefe aufgeben und stehe in unserer Postfiliale in der Warteschlange. Vor mir ein Frau, die etwas länger braucht (stöhn). Am Ende lobt die Frau die Postlerin und bedankt sich: „Schön, dass Sie so bemüht sind. Es tut einfach gut, weil Sie so ein leuchtendes Wesen haben. Sie sind wie meine Freundin. Bei der fühle ich mich auch sehr wohl.“

Jetzt komme ich dran (endlich). Ich brauche Marken für meine vielen Briefe. Die Postlerin verkauft sie mir, und meint dann, dass die nicht selbstklebend sind. „Sie müssen also eine Menge Marken ablecken.“

Ich bin nicht erfreut: „Oh, ich wollte die Briefe gleich hier aufgeben. Da muss ich jetzt aber meine Maske ablegen. Ist das eh kein Problem?“

Darauf die Frau von der Post: „Wissen Sie was, ich habe hier ein Schwammerl. Ich werde Ihnen die Marken einfach gleich auf die Briefe aufkleben.“

Jetzt bin ich wirklich froh, und ich bedanke mich voll Freude bei dieser Frau, die einfach mit ihrer Art die Kunden glücklich macht.

Eine kleine unscheinbare Geschichte. Nichts Besonderes. Aber: Ist das nicht etwas Besonderes? Ein kleines Stück Himmel auf Erden. Wenn jeder in seiner Ecke ein wenig leuchtet, dann ist auf dieser Welt ständig Weihnachten.

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