Mögt ihr euch noch?

Wir haben einen Schönstatt Pater gekannt, von dem wir sehr viel für unsere Partnerschaft und Ehe gelernt haben. Und wenn wir ihn nach längerer Zeit wieder einmal getroffen haben, hat er uns immer die Frage gestellt: „Mögt ihr euch noch?“ Unsere spontane Reaktion war dann: Wir haben einander angesehen.

Wir sind überzeugt, dass er an dem Blick von uns beiden ablesen konnte, wie es uns miteinander ging. Die Antwort, die wir gegeben haben, war ja immer die selbe: „Natürlich mögen wir uns noch!“ Das hat auch gestimmt. Wir mögen uns ja heute auch noch, aber eben einmal ein bisschen mehr und ein anderes Mal ein bisschen weniger. Unser Gesicht hat das sicher verraten, ob wir gerade beide oder nur einer in der Mehr- oder Weniger-Phase waren.

Unsere 2. Reaktion – die immer erst kam, als wir wieder alleine waren: Wahrscheinlich sollten wir uns wieder um ein intensives Paargespräch kümmern, wieder mehr Zeit füreinander haben. Und das haben wir dann auch getan.

Dieses „Mögt ihr euch noch?“ ist eine Kraftquelle für uns gewesen. Der Pater lebt nicht mehr, aber wir stellen uns manchmal vor, dass er uns diese Frage stellt, und dann schauen wir einander an und kommen miteinander in ein gutes Gespräch.

Wir fragen also heute alle Verheirateten und alle, die in einer Partnerschaft leben: „Mögt ihr euch noch?“

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